Kraftfahrerkreis Plettenberg-Attendorn

Seit dem 26. Juli 2016 gibt es deutschlandweit den 5. Kraftfahrerkreis: Plettenberg-Attendorn

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Kraftfahrerkreis Plettenberg-Attendorn

Wer sind die Kraftfahrerkreise? 

Die Kraftfahrerkreise sind Lkw-Fahrer, die sich zusammengetan haben, um ihre Probleme zu besprechen, nach Lösungen zu suchen und sich gegenseitig zu helfen. Diese Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich.

Und das sind die 4 weiteren Kraftfahrerkreise. Initiator dieser „Arbeitsgemeinschaft“ ist der KFK Aschaffenburg-Miltenberg, der alles erst ins Rollen gebracht hat.

Kraftfahrerkreis Aschaffenburg-Miltenberg

Kraftfahrerkreis Chemnitz-Zwickau

Kraftfahrerkreis Hannover-Hameln

Kraftfahrerkreis Düren-Aachen

Kraftfahrerkreis Plettenberg-Attendorn

Was wollen die Kraftfahrerkreise?

Ihr Bestreben ist es, ihr Wissen zu bündeln und den Kollegen weiterzugeben.
Die Kollegen wollen sich untereinander vernetzen, z.B. Hilfe bieten bei Stellensuche, Weiterbildungen, fachliche Probleme klären etc.
Der Beruf und das Ansehen des Kraftfahrers sollen so aufgewertet werden und in der Öffentlichkeit wieder in das rechte Licht gerückt werden.
Außerdem soll den Kollegen Wissen über ihre Rechte (z.B. Arbeitsrecht, Urlaubsrecht, MiLog, Weiterbildung etc.) vermittelt werden.

 

Ich habe jetzt schon zweifelnde Stimmen im Ohr:

  • „Was soll das bringen?“

  • „Wofür soll das gut sein?“

  • Und damit will man etwas erreichen?“

  • „Das bringt doch alles nichts!“

Diese Fragen möchte ich nun mal ausführlich zu Leibe rücken.

Was sollen die Kraftfahrerkreise bringen?

Im Grunde ganz einfach: die fahrende Zunft wieder etwas näher aneinander rücken lassen. Ok….das war jetzt sehr salopp gesagt. Eigentlich haben sich in den Kraftfahrerkreisen Kollegen, Journalisten, Gewerkschaft, Ausbilder, Meister und Politik zusammen getan, um endlich etwas gegen den immer schlechter werdenden Ruf der Kraftfahrer und der Branche allgemein zu tun. Wir alle wissen leider nur zu gut, wie das Bild des Kraftfahrers nach außen ausschaut. Und dem wollen wir entgegen wirken.

Aber nicht nur das. Die Kraftfahrerkreise haben sich auf die Fahne geschrieben, ihren Kollegen zu helfen, Wissenslücken zu „stopfen“, Hilfestellungen bei der Jobsuche, bei Problemen rund um den Job, aber auch wenn man einfach mal Dampf ablassen will. Des Weiteren sind Kampagnen geplant und schon im Gange, die helfen sollen, Leben zu retten und die sich bei jedem Fahrer einprägen sollen.

Ablenkung nein Danke!

KEIN Handy am Steuer

Aktion Sicherheit

Sicherheitsabstand rettet Leben!

 

Sicherheitssysteme retten Leben!

Sicherheitssysteme – schaltet sie NICHT ab!

Wofür soll das Gut sein?

Den Zusammenhalt unter den Kollegen wieder aufbauen und stärken, den Ruf verbessern, Geschlossenheit zeigen, Hilfe anbieten….eben alles, was man tagtäglich gebrauchen kann.

Was will man erreichen?

Die Kraftfahrerkreise wollen erreichen, dass sich wieder mehr Kollegen zusammen tun, sich gegenseitig helfen. Durch die verschiedenen Kampagnen sollen Leben gerettet und vor allem immer und immer wieder vor den Gefahren gewarnt werden, die mittlerweile tagtäglich mit uns fahren. Stichwort: Handy- und Laptopnutzung während der Fahrt, Ablenkung durch WhatsApp, Facebook und Co, zu geringem Sicherheitsabstand und und und.

Des Weiteren möchte man, in Zusammenarbeit mit Verdi und der Politik, eine große Gemeinschaft werden, mit der man etwas erreicht, für uns Fahrer und für die Branche. Denn seien wir mal ehrlich: wer von uns hat nicht etwas zu jammern? Sei es der Lohn, die Arbeitsbedingungen, der Stress usw. Klar, ein jeder kann sich selbst der Nächste sein, aber das ist der falsche Weg. Sich zusammen tun und gemeinsam etwas erreichen hat viel mehr Gewicht nach außen! Und nun kommen wieder die alte Leier: „Pahh….Gewerkschaften! Nix können die, nix machen die! Kann man alle in der Pfeife rauchen! Die wollen nur Dein Geld und leisten nix!“ Ach was? Dazu lasst Euch mal eines gesagt sein: Eine Gewerkschaft ist nur so groß und stark, wie ihre Mitglieder! Und wenn kaum ein Kraftfahrer in der Gewerkschaft ist, wie kann sie denn dann auch etwas für die Kraftfahrer tun? Ich persönlich bin seit über 15 Jahren in der Gewerkschaft und kann nur Gutes berichten. Egal was ich an Sorgen und Nöten bezüglich meines Jobs hatte, es wurde mir schnell und zu meiner Zufriedenheit geholfen. Besonders bei Rechtsstreitigkeiten mit meinem damaligen Arbeitgeber. Aber das konnte sie auch nur für mich tun, weil ich in der Gewerkschaft bin! Und genau DAS kann man auf alle anwenden: nur wenn man drin ist, kann man Hilfe erwarten!

Das bringt doch alles nichts!

Richtig….WENN man seinen Poppes nicht hoch bekommt, dann bringt es nichts! Nochmal zum Verständnis: nur die Masse kann im Großen etwas erreichen! Immer nur jammern und schimpfen macht die Situation nicht besser! Den inneren Schweinehund überlisten und seine Vorurteile mal hinten anstellen…damit kann man etwas schaffen!

Wenn ich so mal bei Facebook in diversen Gruppen und meiner Freundschaftsliste unterwegs bin, kann ich fast täglich lesen und sehen, wie sich Fahrer darüber aufregen, was unser Job doch für ein „Scheißjob“ ist. Es wird über die Dispo, den Chef, die Arbeitsbedingungen, den Lohn, die Bedingungen auf der Straße, die Gesetze und Verordnungen und und und gemotzt. Unmut und teilweise sogar Hass kommen auf. Dann liest man immer wieder Fragen über die Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten), Gesetze und Verordnungen, was man darf und was nicht. Es werden Petitionen aufgesetzt, sei es über mehr Licht am LKW, über die gesetzliche Pflicht, die Luftsäcke für Auflieger (zur Vermeidung von Eis und Schnee auf dem Dach) oder über wer weiß nicht noch was. Und leider muss man sagen, dass viele dieser Petitionen gescheitert sind! Warum? Ganz einfach: sie haben zu wenig Kollegen erreicht oder aber die Kollegen haben oder hatten kein Interesse daran. Und hier kommen unter anderem die Kraftfahrerkreise ins Spiel: wir können mehr Leute erreichen, zeigen nach außen Geschlossenheit und vor allem ENTSCHLOSSENHEIT! Gemeinsam etwas erreichen, gemeinsam ein Umdenken stattfinden lassen; bei den Menschen draußen, bei den PKW-Fahrern, bei der Politik. Denn seien wir mal ehrlich: nötig ist es ganz dringend!

Und deswegen liebe Leser und vor alle Kollegen: Schließt Euch uns an! Wir können jede Idee, jeden Tipp und vor allem jeden Mann und jede Frau gebrauchen um unserer Stimme noch mehr Gewicht zu geben! Denn etwas zu ändern, bedeutet auch, daran zu arbeiten, gemeinsam und mit starkem Willen!

Es gibt schon 5 aktive Kraftfahrerkreise, der 6. ist in Planung, weitere werden und sollen folgen. Klar, nicht in jedem Bereich ist schon ein Kraftfahrerkreis vorhanden, aber alle Kreise sind bei Facebook vertreten. Alle Kreise sind per Email und persönlicher Nachricht erreichbar, es ist immer ein Ansprechpartner bei Fragen und Sorgen vorhanden. Und wer Interesse hat, einen eigenen Kreis aufzubauen, kann sich immer melden. Denn je mehr, desto besser!

 

In diesem Sinne

 

LG Dani

2 comments for “Kraftfahrerkreis Plettenberg-Attendorn

  1. Christoph Brinker
    8. August 2016 at 07:06

    Klasse geschrieben.
    Ich hoffe , das viele Kollegen deinen Blog lesen und zum Umdenken angeregt werden.
    Wir brauchen dringend die Veränderungen….

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