Neue Herausforderungen ab morgen

Vor ein paar Wochen habe ich in meinem Blogbeitrag Nach der Reha schon davon erzählt, dass ich gesundheitlich den Job als Berufskraftfahrerin nicht mehr ausüben darf, was für mich eine ziemlich harte Nuss zu knacken war, und auch ein Stück weit noch ist.

Aufgrund dessen hieß es für mich: umorientieren. Da ich ja den Meisterbrief als Kraftverkehrsmeister habe, war für mich klar, dass ich keinesfalls aus der Transportbranche raus wollte. In Frage kamen das BAG, Dozentin oder Disponentin. Nach langem Für und Wider ist die Entscheidung gefallen: Disponentin. Also entsprechend Bewerbungen geschrieben und abgewartet.

Vor 3 Wochen dann kam ein Anruf einer Spedition, die ich schon seit genau 12 Jahren kenne. Man bat mich um ein Vorstellungsgespräch. Gesagt getan, vereinbart und wahrgenommen.

Woher kenne ich diese Spedition?

Vor 12 Jahren, als ich angefangen habe auf dem LKW, war ich bei einem Spediteur, der seine LKW für eine große Spedition am fahren hatte. Also habe ich quasi dort meine Fahrerkarriere begonnen.

Die Spedition, in der ich morgen meinen ersten Arbeitstag habe, ist genau DIE Spedition, für die mein Chef vor 12 Jahren als Subunternehmer tätig war und für die ich für meinen Chef im Einsatz war. Quasi:

Back to the roots!

😉

Das hat Vorteile:

– ich kenne die Spedition

– ich kenne die Leute dort (wobei sicher einige Wechsel in den letzten 12 Jahren stattgefunden haben)

– ich kenne den Ablauf (wo auch hier gesagt werden muss, dass sich garantiert in den letzten 12 Jahren einiges geändert hat)

– ich kenne viele Kunden

– Fahrer werden sicher auch einige noch dort sein

– mein Disponent von vor 12 Jahren ist auch noch dort und wird jetzt mein Kollege

vor allem aber

– ich kenne die Seite des Fahrers; besonders was die Abläufe angeht, welche Kunden, Linien, Zeiten usw.

Klar, es wird viel Neues geben, ich werde wieder viel lernen müssen, Stress wird auch kein Fremdwort sein. Und natürlich werd ich auch der „böse böse Disponent“ geschimpft werden, was ich aber so gut wie es geht vermeiden möchte. Denn ich kenne Disponenten, wie sie mitunter mit den Fahrern umgehen, wie sie planen, auch dass sie hin und wieder so gar keine Ahnung davon haben, was die Fahrer unterwegs erleben und ausbaden müssen. Und so einer möchte ich auf keinen Fall werden! Klar, einfach wird es nicht. Der Spagat zwischen Unternehmen, Kunden und Fahrer wird eine Gratwanderung und ziemlich sicher ziemlich anstrengend und nervenaufreibend. Aber ich werde mich anstrengen, jedem gerecht zu werden. Denn eines habe ich als Fahrer gelernt:

Miteinander, nicht gegeneinander ist das Zauberwort!

Und Kommunikation ist alles! Nur wer redet, dem kann geholfen werden. 😉

Das Beste daran: meine von der RV genehmigte Weiterbildung zur Verkehrleiterin wird von meinem zukünftigen Chef auch unterstützt. Besser kann es doch nicht laufen.

Mal sehen, was ich ab morgen alles an Input bekomme. Aber egal was es ist, ich freu mich drauf. Endlich, nach fast 14 Monaten aus dem Verkehr gezogen sein. Da fällt einem doch die Decke auf den Kopf. 😉

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend und morgen einen guten Start in die neue Woche.

Dani

1 comment for “Neue Herausforderungen ab morgen

  1. highwayfloh
    16. September 2018 at 22:40

    Ich hoffe es gelingt Dir. Nicht nur Fahrer werden bei den meisten „Brot- & Butter“-Firmen verheizt, sondern auch Disponennten.

    Alles gute für Deinen neuen Arbeitsplatz.

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