Die erste Woche im neuen Job…

….ist rum und morgen geht’s auch schon wieder los. 

Dienstbeginn war für mich jeden Morgen um acht. Völlig entspannt und erstmal mit den Kollegen ratschen und einen Kaffee trinken. Danach ging’s dann auch zum ersten Einsatz. Ein schöner alter Mercedes (Baujahr 1996 und tiptop in Schuss, er roch sogar innen noch fast neu) wollte nicht mehr so ganz und musste in die Werkstatt. 

Die alte Dame war so happy, dass wir uns um ihr altes Schätzchen gekümmert haben, dass wir sogar Trinkgeld in die Hand gedrückt bekamen. 

Kaum den in der Werkstatt abgeliefert, hieß es für uns, einen Unfall räumen. Leider war ein Leichtverletzter zu beklagen. Beide FZ sind zu uns zum Standort gegangen und der Verkehr war schnell wieder flüssig. 

Wie schwer so ein Reifen unseres 100 Tonnen Krans ist, hab ich dann auch gelernt. Holla die Waldfee. 


Danach weiß man, was man getan hat. 😉 Das geht auf die Arme. 😂 Und mal so ganz nebenbei wird man auch ziemlich dreckig. 

Neben diversen Getriebeschäden, Reifenpannen und Elektronikschäden haben wir auch die Zeit genutzt, um auf dem Hof so einiges zu erledigen.  

Fahrzeugpflege, Werkstatt, Inspektionen am kleinen Bagger und und und. Überall durfte ich mit anpacken und wieder viel lernen. 

Aber das größte Highlight diese Woche war für mich das Abschleppen einer Sattelzugmaschine. Leistungsverlust. Der Kunde bekam von uns eine Ersatzzugmaschine, die ich ihm zum Pannenort brachte.

Und ich muss ehrlich zugeben: der neue Renault T ist ein klasse LKW. OK, optisch nicht wirklich schön, aber der Fahrkomfort, das Getriebe, die Schaltung und vor allem die leisen Fahrgeräusche sind top! Kein schlechter LKW. Der Innenraum ist großzügig und geräumig ausgestattet. Ich könnte mich dran gewöhnen. Und je nach dem, wie er lackiert oder beklebt ist, ist er auch äußerlich schick. 

Jedenfalls musste die defekte Zugmaschine zu uns in die Werkstatt zur Fehlersuche und -behebung. 

Dort angekommen wurde der Pannen-LKW der Werkstatt übergeben und wir konnten uns einem neuen Auftrag widmen: Hilfe für die Jungs aus unserer PKW-Werkstatt. Ein Anhänger musste in die Halle. Da er nicht mobil war, die Bremsen waren fest, musste der Kran ihm halt rein helfen. 😃

Zu guter Letzt gab es am Freitag neue Krallen für mich. Eigentlich wollte ich sie dunkel haben, aber meine Nagelfee hatte eine neue Farbe im Angebot: Neongelb. Da konnte ich einfach nicht nein sagen. So passend zur Dienstkleidung. 😃

Aber eines hat mich doch an meine Grenzen stoßen lassen, und das war auch so von unserem Bergungsleiter gedacht. Wir haben einen UNFALL-KW aus der Halle geschleppt, weil er abgeholt wurde. Ich sollte im Unfall-FZ sitzen und hinterher lenken, während ich an der Stange hing. Und eines gebe ich ohne Zögern zu: ich hatte mir sowas einfacher vorgestellt! Denn das war es definitiv NICHT! Wenn man so gar keine Ahnung davon hat, wie man wann und wie regieren muss, so ganz ohne Lenkung und fahren, wird das eine ganz blöde Nummer. Und ob man es glaubt oder nicht: ich hab an der für mich doch deutlichen Grenze ganz schön zu knabbern gehabt. Es hat mir auch 2 Tage später noch keine Ruhe gelassen. Sowas wurmt mich halt. 😒

Meine erste Arbeitswoche war zum einen neu und vor allem irgendwie alles spannend für mich. Aber vor allem habe ich eine Menge gelernt, was aber auch nicht weiter schwer ist, wenn man einen so guten Lehrmeister wie unseren Bergungsleiter hat. Wenn man bei ihm nichts lernt, dann ist man entweder doof oder hat keinen Bock. Denn besser, wie er es rüber bringt, kann es kaum jemand. Er hat die Ruhe, alles auch zum 20sten Mal zu erklären, läßt sich quasi Löcher in den Bauch fragen und ist echt locker drauf. Bei ihm fühle ich mich gut aufgehoben, viel zu lernen. 
Die neuen Kollegen, soweit ich sie schon kennengelernt habe, sind auch ganz locker darauf. Man kann jedenfalls auch mal ein Späßchen machen, ohne dass sich gleich einer auf den Schlips getreten fühlt. Aber wer mich kennt, weiß, dass mit mir gut auszukommen ist. Es sei denn, man reizt mich oder meint, den Obermacho raushängen lassen zu müssen, dann kann ich auch mal ziemlich unentspannt werden. Aber ich denke, das wird nicht passieren…hoffe ich.  😃

So und nun wünsche ich euch einen schönen Abend und später eine gute Nacht. Ich werd jetzt noch ein  wenig TV gucken, bevor ich dann mal langsam in meine Koje krabbel. Morgen um 8 geht’s wieder los.

Bis dahin.

Dani 

2 comments for “Die erste Woche im neuen Job…

  1. 11. April 2017 at 22:35

    Läuft, prima!
    Wir haben mal in grauer Vorzeit meinen kaputten MAN von Chemnitz nach Wuppertal geschleppt, ohne Motor. Dazu war es noch Winter….

  2. Toschi
    9. April 2017 at 21:14

    Cool. Hast dich auch gut gemacht. Kann nicht viel meckern.
    Der Bergungsleiter

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