Liebe Motorradfahrer…

….ich freue mich von Herzen für Euch, dass jetzt, nach dem langen, kalten Winter, die Motorradsaison wieder beginnt. Endlich die Bikes wieder aus dem Winterschlaf holen und cruisen. Find ich klasse, aaaaber….

Ja, jetzt kommt leider auch ein ABER: 

Wenn Ihr Euch in Kurven zur Seite legt, dann doch bitte NICHT unbedingt mit dem Kopf/Oberkörper über die Mitte auf die andere Fahrbahn! Die Spuren sind mehr wie 4 Meter breit, da sollte es doch möglich sein, auch bei Kurvenfahrt auf der eigenen Fahrbahn zu bleiben.

Ich selbst fahre kein Motorrad, is nich so mein Ding, daher weiß ich auch nicht, ob es einen bestimmten Grund gibt, warum man sich so in den Gegenverkehr „legt“. Aber ich fahre LKW, einen Sattelzug. Dieser brauch von der Größe und dem Radius her schon viel Platz, besonders auch in Kurven. Da kann es vorkommen, dass ich, trotz ziemlich weit rechts/links fahren, in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn komme. Da kann ich machen, was ich will, Luft raus lassen oder mich und den LKW in Luft auflösen, wenn Ihr Euch grad wieder extrem in meine Fahrspur legt, kann ich nicht!
Wenn Ihr nun halb liegend mit Euren teils sehr hohen Geschwindigkeiten mit dem Kopf in meinen LKW vorne eincheckt, könnt Ihr Euch vorstellen, was dann passiert! Überleben würdet Ihr einen solchen Aufprall definitiv NICHT! Euer Kopf würde Euch wahrscheinlich buchstäblich vom Körper gerissen! Und „mal eben“ ausweichen, wie es PKW können, kann ich aufgrund der Größe meines LKW nicht.
Liebe Motorradfahrer, ich gönne Euch von Herzen Euren Spaß mit Euren Bikes, aber bitte: nehmt auch Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer! Zu Eurer eigenen Gesundheit! Zum einen, und das wisst Ihr selber, kann man nicht wirklich Eure tatsächliche Geschwindigkeit schätzen und zum anderen: bei Euren teils sehr hohen Geschwindigkeiten ist eine passende Reaktion anderer Verkehrsteilnehmer im Notfall fast unmöglich! Einfach mehr gegenseitige Rücksichtnahme von allen Beteiligten würde das „Problem“ schon lösen!
Ich will hier nicht alle Motorradfahrer „über einen Kamm scheren“, ich habe im Freundes- und Bekanntenkreis auch einige. Ich möchte nur einen kleinen Appell an die richten, die sich so verhalten. Bitte nicht falsch verstehen: es ist kein Angriff, eher eine Bitte…immer die Gesundheit und das Leben aller im Blick zu behalten!

Diese Zeilen sind auch nicht ohne Grund entstanden. Letztes Jahr habe ich einen solchen Motorradfahrer leider selbst erleben müssen.
Auf der sehr kurvigen Strecke von Finnentrop-Rönkhausen Richtung Sundern/Wildewiese (die Ortskundigen kennen sie garantiert!), kam mir einer halb auf meiner Seite liegend entgegen. Die Kurven dort haben es echt in sich, eine Haarnadelkurve, genügend sehr enge Kurven, die meisten davon so schmal, dass ein LKW und ein PKW dort NICHT längst einander kommen.

Nur weil ein etwas breiteres Stück Straße dort war, konnte ich mit meinem LKW nach rechts ausweichen und so eine Kollision, die tödlich geendet hätte, vermeiden. Einen gehörigen Schrecken hab ich dennoch bekommen.

Deswegen: wenn Ihr noch lange Spaß beim Motorrad fahren haben wollt, dann denkt gerade in Kurven an uns LKW-Fahrer, die nicht mal eben „verschwinden“ können.

Ich wünsche Euch immer eine gute Fahrt und dass Ihr immer gesund und munter ankommt. Genießt das schöne Wetter und habt Spaß beim fahren!

1 comment for “Liebe Motorradfahrer…

  1. Gregor Ter Heide
    14. März 2017 at 10:41

    gut geschrieben mit den Motorrad-Fahrer
    Ich fahre natürlich als älterer Herr bedächtig und genieße die Landschaft.

    Dazu ein Gedicht von Gregor Ter Heide ® 2/02

    „Moto – Guzzi – California“
    „California“, ein Name, ein Lied, ein Land, ein Motorrad.
    Eine Lebensphilosophie in Form von „ Freiheit, Fernweh, Abenteuer “.

    Der Name als traditionsreicher Charakter, den die Motorradwelt hervor gebracht hat, strahlt ein unverwechselbares Feeling aus, das Freiheit und Fernweh für die Lust am fahren bedeutet, um km für km zu einem immer wieder neuen Abenteuer werden zu lassen.

    Die Moto – Guzzi – California, auch liebevoll „ Cali “ genannt, ist anders als andere. Unvergeßlich und heiß geliebt von einer ganzen Biker – Generation, lockt die Cali mit ihren immer jungen Reizen zum ausreiten. Stark im Charakter, begeistert im Fahrverhalten, unermüdlich im km verschlingen, bedeutend im Aussehen und unnachahmlich im Sound, das ist nur die Cali !

    Sie ist sich immer treu geblieben und vermittelt ein ganz besonderes Lebensgefühl in die Ferne zu reisen. Die Freiheit beginnt an der Garagenausfahrt als „ going to California “. In der Ruhe liegt die Cali – Kraft, um majestätisch im Wind schwingend auf den flotten Passstraßen zu folgen.

    Mit dem Büffel-Charakter des unverwechselbaren urigen 90-Grad-V2-Motor, ist ihre Paradedisziplin, das zügige gleiten über die Landstraße und mit hoch ausgebreiteten Armen locker sitzend, die Maschine unter sich, auch mal um die engen Kurven zu drücken bis die Trittbretter schleifen.

    Bei mittleren Drehzahl mit tiefen Auspuffton, lässt es sich herrlich durch weite Kehren swingen, als eine Art „Asphalt-Tai-Chi“ und der Motor singt sein snorriges „ Oooohmm “.

    Dann in der Pause die Cali galant und lässig mit einem Kick des Stiefelabsatzes Souverän auf den langen Seitenständer geparkt.

    Weiter dann aufrecht im geschwungenen Sattel, lässt es sich so bequem bis hinter den Horizont reiten, wie der Cowboy auf dem Rücken eines Pferdes.

    Das „Sonnenmotorrad“ als mythischer Klassiker für Enthusiasten im EU Kontinent ! Träume, die wahr werden, als unvergesslicher Fahrspass, aber nur mit der „Cali“ !

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