MAN #Trucklife Hotel: Wohlgeruht und ausgeschlafen

Hier hab ich ja bereits von der Einladung zu einer Übernachtung im MAN #TRUCKLIFE Hotel erzählt. Eine Nacht in einem MAN TGX 18.480 vor einem 4 Sterne Hotel, dem H4, nur 2,2 km von der Messe entfernt.

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MAN #TRUCKLIFE Hotel

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#TRUCKLIFE

Eine Frage kommt wahrscheinlich auf: warum tut man sich das an, wenn doch da ein 4 Sterne Hotel steht?! Ganz einfach: die Nacht im LKW, alles Sonstige fand im Hotel statt. Neben Sauna, Schwimmbad und Wellnessbereich gab es noch einen Kraftraum, welche ich jederzeit nutzen konnte. Also im Grunde genommen war ich dennoch im Hotel. 😀

 

Um halb 12 kam ich nach meiner Bahnreise im Hotel an. Nach einem Blick auf den LKW und einem kurzen Rundgang um eben diesen, habe ich mich beibder Rezeption vorgestellt. Ich wurde sehr freundlich und zuvorkommend begrüßt und, da ich doch etwas sehr früh war, zu einem kurzen Aufenthalt in´s Restaurant gebeten.

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Tisch im Resturant

In der Zwischenzeit versicherte man mir, würde man noch einen kurzen Check im LKW machen, ob auch alles zu meiner Zufriedenheit sein würde.

Mit den Worten: „Wir wünschen Ihnen einen schönen Aufenthalt hier bei uns und wenn Sie Fragen haben oder etwas wünschen, sagen Sie uns gerne Bescheid!“ übergab man mir den Schlüssel des MAN und ich konnte „einziehen“.

Begrüßt wurde ich an der Fahrertür mit einer passenden Fußmatte. 😀

Fußmatte #TRUCKLIFE

Fußmatte #TRUCKLIFE

Beim Einsteigen in den TGX kam mir schon der Geruch eines Neufahrzeugs entgegen. Sowas hat man nicht oft in seinem Fahrerleben. Und man genießt es doch sehr. 😉 

Schon beim ersten Rundumblick im Fahrerhaus konnte man sehen, dass es im Grunde wie ein Hotelzimmer ausgestattet war. Beide Betten waren mit schneeweißer frisch duftender Bettwäsche bezogen, sogar ein Tütchen Gummibärchen lag auf dem Kopfkissen. 😀 Ok….einen Fernseher konnte ich nicht ausmachen, aber das war mir nicht wichtig. Zum Abend hin lese ich eh meist. 

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Blick aus dem Fenster

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Bett

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Bett

Und es lagen noch 2 weitere Kopfkissen bereit. Vorwitzig wie ich war, wollte ich wissen, was es damit auf sich hat und machte mich auf den Weg zur Rezeption. Da ich im Fach neben meinem Sitz ein Handy gefunden hatte und dies abgeben wollte, passte das ja.

Leider konnte man mir dort nicht sofort helfen, versprach jedoch, sich sofort darum zu kümmern. Es dauerte auch keine 10 Minuten und ich wurde durch den Chef der Rezeption informiert, dass das Handy zu den besagten 2 Kissen gehöre und dazu eine Beschreibung im LKW vorliegen würde. Ich bedankte mich freundlich und machte mich wieder auf den Weg in mein Domizil.

Nun hieß es erst einmal: häuslich einrichten. Dazu gehörte auch, zu schauen, wo und wie ich meinen Koffer und auch meine ganzen Sachen unterkriegen sollte. Staufächer waren in dem TGX mehr als genug vorhanden. Schnell waren alle persönlichen Dinge verstaut. Meine einzige Sorge, die ich hatte: was passiert mit der Batterie, wenn ich so ein paar Stunden bei Musik lesen würde?! Nicht, dass ich auf einmal ohne Saft da stünde. Und was mir in diesem Zusammenhang an dem MAN richtig gut gefallen hat: die Musikanlage! Da ich es hin und wieder mal richtig laut und mit viel „Bums“ mag, kam mir diese Anlage gerade recht. 😉

Also ging ich auf meinen 2. Gang in Richtung Rezeption um diese Frage zu klären. Mit einem Lächeln erklärte man mir, dass ich mir keinerlei Sorgen machen müsse. Der LKW sei an´s Hausnetz angeschlossen und mit einem Akku versehen. Da könne also nichts passieren. Mit einem herzlichen Dank für die Hilfe bin ich dann wieder zurück zum LKW. Und ich dachte da noch so bei mir: „Dani, das wird nicht der letzte Gang an die Rezeption sein.“ 😀 Und das war es auch nicht. es folgten noch einige. 😀

Nach meinem häuslichen Einrichten habe ich mich dann mal auf eine kleine Erkundungstour gemacht. Die Lobby ist riesig, sehr hell, freundlich eingerichtet. Was mir sofort ins Auge fiel: ein Klavier. Das klingt in der schön offenen Lobby sicher gut, wenn das mal einer spielt. Ich hätte es ja mal testen können. Wobei….gut, dass Ich es nicht gemacht hab. Bei meiner unmusikalischen Ader, wäre das Hotel ruckzuck leer gewesen.  😉

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Lobby

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Lobby

Der Spa-Bereich war sauber, sehr strukturiert und offen eingeteilt. Das Schwimmbad, Sauna, Kraftraum und Duschen sehr sauber und gepflegt.

Wieder zurück in der Lobby gab es einen Eingang zu einem Irish Pub mit Terrasse. Da ich am Abend noch nichts vor hatte, würde das mein Ziel sein, aber erst nach dem Essen.

Was gab es zum Abendessen? Kalbsgeschnetzeltes mit hausgemachten Kartoffelrösti. 

Abendessen

Super lecker und auch hier die Bedienung sehr nett und hilfsbereit. Und ich brauchte noch nicht mal zu sagen, welches „Zimmer“ ich bewohnte; die Dame war schon im Bilde.

Den Spätnachmittag habe ich damit verbracht, die Sonne und den bis dahin anstrengenden Tag bei Musik und einem Buch ausklingen zu lassen. Lustig war, dass, egal wer an dem LKW Hotel vorbei kam, stehen blieb und fragte, was es damit auf sich hat. Nach kurzer Erklärung kam aber jedesmal die gleiche Antwort. „Das ist ja mal eine pfiffige Idee!“. Hmmm…dachte ich, Interesse seitens LKW-Fremden scheint ja vorhanden zu sein.

Aber das vollkommen Überraschendste war, dass ein junger Mann vorbei kam, der „meinen“ LKW von außen sauber machte; bewaffnet mit Wasser, Mikrofasertuch und Staubfeudel. Freundlich fragte er mich sogar, ob bei mir im Inneren alles ok sei oder ob er nochmal durchwischen solle. Ich war echt baff! DAS nenne ich Service! 😉

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Mit vorrückender Stunde habe ich mich dann mal mit meiner Tasche auf den Weg in das Spa gemacht, um zu duschen und mich „bett fertig“ zu machen. Gesagt getan, frisch ging es dann in meine 2 Meter.

Das Bett im TGX ist mit einer sehr guten Matratze und Lattenrost ausgestattet. Für mich persönlich weder zu hart, noch zu weich. Genau richtig. Gemütlich und für meinen Rücken optimal. 

Die Gardinen konnte ich bis vorne hin ziehen, die seitlichen Fenster waren auch abgedunkelt. Das ich nachts das Dachfenster meistens auf lasse, störten mich kleinerer „Lichtlöcher“ nicht weiter.

Meine Sorge war eine ganz andere: der LKW stand an einer mehrspurigen Strasse zu Wohngebieten mit Hochhäusern und einem Einkaufszentrum. Ich rechnete schon mit einer unruhigen Nacht. Aber weit gefehlt! Ich muss ehrlich sagen: Ich habe selten so gut in einem fremden Bett geschlafen! Wie sagt man so schön? „Geschlafen wie ein Baby!“ 😀

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Zwar war am anderen Morgen die Nacht um halb sechs rum, weil die ersten Hotelgäste schon auscheckten, aber ich kann nicht sagen, dass das meiner Nachtruhe einen Abbruch getan hat. Ich war ausgeschlafen und frisch.

Nach meiner Morgentoilette habe ich mich dann gegen 7 Uhr zum Frühstück begeben. Und da bekam ich dann ein ziemlich überraschtes Gesicht zu sehen, als ich auf die Frage „Welche Zimmernummer haben Sie?“ mit „Ich hab keine. Ich schlafe draußen im LKW!“ Da es nicht die Bedienung vom Vortag war, kannte sie mich noch nicht. Aber die Situation war schnell gerettet, als sie sagte, dann bräuche sie nur eben meinen Namen. DAS war natürlich drin. 😉

Frühstück

Frühstück

Nach dem Auschecken konnte ich dann mit dem Shuttlebus von MAN zum Messegelände fahren und mich dort mit einigen der MAN Crew unterhalten.

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Besonders in einer Angelegenheit, die einen befreundeten Spediteur schon seit geraumer Zeit beschäftigte. Nach einem sehr informativen Gespräch, in dessen Folge ich auch mit dem passenden Info-Material versorgt wurde, hatte ich auch noch zusätzlich die Gelegenheit, mit dem Technischen Verantwortlichen bei MAN zu sprechen. Auch dieses endete sehr informativ.

Danach ging es dann zum „Pflichttermin“ am Stand des MAN Trucker´s World Club. Susann, eine der Verantwortlichen des Club, kannte ich schon seit meinem Besuch vor ein paar Jahren in München bei MAN, und ich freute mich, sie wieder zu sehen. 😀

Die beiden Tage, die Übernachtung im MAN #TRUCKLIFE Hotel und der Besuch auf der IAA ließ keinerlei Wünsche offen! Immer stand jemand bei Fragen oder Unklarheiten zur Verfügung; allein gelassen hab ich mich nie gefühlt. Auch die Betreuung war super, besonders auch, dass man sich ungezwungen mit allen unterhalten konnte, trotz dem zeitweisen Messestress. 

Ich möchte mich von Herzen bei MAN für die Einladung, die Betreuung und den Besuch der Messe bedanken! Es war, ausserhalb meines Jobs auf dem LKW, ein schönes Erlebnis; man wird ja nun mal nicht jeden Tag im LKW „bedient“. 😉

Vielen vielen Dank an Kirsten, Susann, Martina und das ganze Team von MAN für die rundum zufriedene Betreuung und den ganzen netten Gesprächen. 

 

Einen Vorfall, welcher aber NICHTS mit MAN zu tun hat, finde ich in diesem Zusammenhang aber doch erwähnenswert.

Am frühen Samstagmorgen sah ich bei einem Blick in den Spiegel, das hinter „meinem“ LKW ein Zweiter vorgefahren kam. Ich dachte im ersten Moment, dass MAN ein zweites Hotelzimmer zur Verfügung stellen würde. Also bin ich, vorwitzig wie immer, ausgestiegen und habe mir diesen 2. LKW mal angesehen. Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass es KEIN MAN war sondern ein DAF. Der Fahrer war sehr gesprächig und erzählte mir, dass DAF, nachdem MAN die Idee mit dem Truck-Hotel öffentlich machte, diese Idee aufgegriffen habe und selbst ein Truck-Hotel vor das H4 bereit stellen wolle. Allerdings wurde diese „Idee“ wieder verworfen, um dann am Freitagmorgen doch in die Tat umgesetzt zu werden. Der Fahrer erzählte, dass er an besagtem Freitag einen Anruf bekommen habe, dass er noch in der Nacht den DAF nach Hannover bringen müsse, fertig beklebt mit ihrem Truck-Hotel-Spruch.

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Meine persönliche Meinung dazu? Für mich ist der Eindruck entstanden, dass DAF hier eine Idee abgekupfert hat! Frei nach dem Motto: „Wenn man keine eigenen Ideen hat…!“ In der Zeit, die ich in Hannover war, und das war das ganze Wochenende von Freitag bis Sonntagabend, hat in dem DAF niemand geschlafen. Wie gesagt, ich kann nur von meiner Zeit dort sprechen. Was danach war…keine Ahnung. Dennoch finde ich es nicht in Ordnung, wenn man einem anderen die Idee „klaut“ (sie aber dann nicht als solche nutzt) und dieses dann noch im www „lächerlich“ macht.

„Liebes Team von DAF,

das war ein unschönes und unfaires Spiel von Euch! Ich bin erschrocken, dass ein Konzern zu einer solchen Aktion greift!“ 

Aber, was ich absolut bemerkenswert seitens MAN fand: sie sind absolut suverän mit dieser Situation umgegangen! Zwar waren sie nicht begeistert, aber dennoch haben sie sich weder auf eine Diskussion noch auf eine Reaktion auf den unangepassten Post bei Facebook seitens DAF eingelassen! Hier für meine Hochachtung! Super Nicht-Reaktion! 😀

1 comment for “MAN #Trucklife Hotel: Wohlgeruht und ausgeschlafen

  1. 16. Oktober 2016 at 08:31

    Hi Danika,

    danke für diesen schönen Artikel. Zu dem Vorgehen von DAF: Solch ein Vorgehen ist absolut unprofessionell. Natürlich kupfert die Firmenwelt viel voneinander ab, keine Frage – es kommt nur auf das Vorgehen an. Normalerweise wird es so gehandhabt, dass es nicht gleich auffällt….dann lieber bleiben lassen. Tolle Reaktion von MAN!

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