Öffentlichkeitsbild des BKF

Folgenden Text hab ich von einem Bekannten via FB bekommen mit der Erlaubnis, ihn hier veröffentlichten zu dürfen. Und ich finde, so ganz unrecht hat er damit nicht! Ein bissl überspitzt ausgedrückt hat er es aber. 😀

Der Ruf unserer Zunft ist nicht der Beste; TV, Radio, Zeitung, Internet und ihrer teils ganz schön üblen Berichterstattung sei Dank. Dieses schlechte Bild der Kraftfahrer wird nur noch mehr erhärtet, wenn wir uns untereinander und gegenseitig angreifen, uns in die Pfanne hauen, anschwärzen etc.

Jeder hat es selbst in der Hand, den Ruf ein Stück weit zu verbessern. Mit jedem Verhalten, jedem Auftreten beim Kunden, Chef etc.
Vielen Dank an Jürgen B. für die Erlaubnis der Veröffentlichung.

Die Darstellung eines landläufigen Fernfaherbildes sieht so aus:

Um die 50 Jahre alt, viel tätowiert, jeden Abend so 6-8 Flaschen Bier trinken, vielleicht noch über seine Frau herfallend und auch insgesamt nicht mit Schläue beseelt. Dicke Muskeln aber wenig Hirn. Gerne Porno schauend!

Diese Darstellung kommt auch in etwa jeden Dienstag in  „Asphalt-Cowboys“  zur Sprache! Die meisten Fahrer (Trucker) dort, liegen auf diesem Niveau! Dazu der Kommentar noch und das Bild des BKF ist und bleibt versaut!

Wie ist das zu ändern, wenn auch viele Leute diese Meinung haben? Meist geprägt durch TV und leider auch durch Trucker, die es nie lernen wollen und nur rum motzen und sich als Asse sehen!

Aprpos Asse, die Zeiten sind schon jahrzehnte lang vorbei! Teilweise auch durch eigene Schuld! Das alles ist gewiss auch mit ein Grund dafür, dass so wenige sich für diesen Beruf entscheiden. Gelernt werden muss schliesslich überall!

Ich weiss, da ich in vielen Trucker-Gruppen bin, mitlerweile auch, dass dieses Bild sehr oft nicht mehr stimmt.
Ja, viele von euch möchten doch auch als normale Arbeitnehmer gesehen werden, die ganz normal ihrer Tätigkeit
nachkommen und NICHTS mit den oben geschilderten Leuten zu tun haben!

Es gibt leider bei Facebook auch Gruppen, in denen Kollegen/innen übereinander herfallen. Da ist nichts, aber auch rein gar nichts von Kollegialität zu spüren.
Die Leute, die ich meine, sollten sogenantes „Wir“ mal überdenken!

Alle BKF und sonstige Trucker wollen doch in Wirklichkeit das Gleiche!
Warum versucht ihr es nicht einmal mit einer Einheit, ohne Wenn und Aber?

Helft alle mit, euren Berufszweig auf ein gutes und gemeinschaftliches Niveau zu stellen! Wenn sich das Bild des BKF zum Positiven ändert, dann wird auch ein Grossteil der Bevölkerung hinter euch stehen und Demos besser verstehen!

Ich will mithelfen, dass sich eure Situationin gesamt ändert, aber dafür muss sich ein Teil von euch auch ändern!
In diesem Sinne…..

✔Danika’s Blog

4 comments for “Öffentlichkeitsbild des BKF

  1. highwayfloh
    24. Mai 2016 at 21:33

    Nein, ich finde diese Beschreibung NICHT überspitzt! Sie schildert die Realität!

    In der vorletzten Firma, gab es zwei Klassen von Fahrern:

    Die „Trucker“ und die „Brot- und Butter“-Kutscher … ich gehörte zur zweiten Kategorie … und hab meine Meinung dazu gesagt, noch dazu weil ich dann eines Tages einen „Trucker“ auf den Bock zugeteilt bekommen hatte, der dann meinte, dass ich ihm den Stiefellecker zu machen hätte….

    Es dauerte einige Zeit, dann wurde ich gekündigt. Diese Trucker-Klique hat zwei Jahre später komplett gekündigt, so wie ich das erfahren habe.

    Bei der derzeitigen Firma ist es ähnlich…. da gibts sogar vier Klassen:

    „Super-Trucker“, „Trucker“, „Billigfahrer“ und „deutsche Normalos“.

    Nichts gegen die ausländischen Kollegen, aber wenn die NUR Nachtschicht fahren, mit insgesamt 250 km (hin- und zurück) und dann noch das Maul aufreissen, dass „Sie“ gefälligst nen „sauberen“ LKW vorfinden wollen (vollgetankt und perfekt gewartet, weil „sie“ ja „so viel Streß“ haben) … andererseits JEDESMAL den LKW leer fahren, NICHT Tanken, IHREN MÜLL im LKW liegen lassen (ich hab mal mitgezählt: 10 Kaffebecher und sonstigen Unrat) etc. etc. …

    DANN REICHTS MIR!

    Diese „Kollegen“ können mich wirklich kreuzweise …. !

    Ich hab in der Tagschicht mit dem Wechselbrückenzug mehr Streß als die … .

    Soviel zur geforderten Kollegialität …. die ist gut und schön hat aber auch Ihre Grenzen!

    Insgesamt hab ich nach all den Jahren von dem Job die Schnauze voll! Man wird doch nur noch verarscht, sorry, aber ist mein realistisches Fazit.

  2. Gregor Ter Heide
    25. März 2016 at 12:00

    „Fernfahrer“, immer wieder ein Schlagwort für die Presse ?

    … … Viele Berichte waren falsch oder richtig, … aber was ist die Wahrheit ? …

    Presse-Zitate:
    Noch nie ging es deutschen Fernfahrern so schlecht wie heute – gehasst von den Autofahrern, miserabel bezahlt, eingeengt von Vorschriften müssen viele Gesetze übertreten werden, um zu überleben. Sie seien die „Arschlöcher Europas“. […] Fernfahrer fühlen sich fast wie Helden, mindestens wie Cowboys und sie brauchen dieses Männerding (LKW). Kompensieren Stress, Langeweile und fehlende Anerkennung im Berufsleben durch Mythen. Merkwürdige Menschen, diese Lastwagenfahrer. Wenn sie nicht im Stau stehen, dann heizen sie über die Autobahn. Sie ruinieren sich die Wirbelsäule und riskieren ihr Leben oder müssen bei Verkehrkontrollen zwangsweise aus der Kabine gezerrt und schlafen gelegt werden. Was sind das für Leute ? Warum sind sie so freudig bereit, Höchstleistungen zu bringen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Risiken schon fast an Selbst- zerstörerischen Wahn-Sinn grenzen ? Rüpel und miese Dieselstinker, und wenn der Stau wächst, wächst die Wut auf LKW. Was bleibt ist die Flucht in den Mythos, in Heldenträume und wärmende Gemeinsamkeit. Im Trucker-Kult wird der Fernfahrer zum Star. Der deutsche „Kapitän der Landstraße“, einsam, hart, aber doch eher bieder, wandelte sich zum Westernhelden, zum letzten Cowboy auf seinen endlosen Ritt in den Horizont. Damals entstand diese höchst „eigentümliche Subkultur“. Werden ja traktiert und drangsaliert von der Polizei, von den Abladestellen, von den Supermärkten. Ein Kerl im Kampf gegen Raum und Zeit, gegen die Müdigkeit und die Natur.

    Keiner will ihn, doch jeder braucht ihn, den LKW & damit auch den Fernfahrer !?

  3. Jürgen Franz
    25. März 2016 at 09:01

    Tja….
    Wir haben mit einigen Kollegen (alles selbst Bkf) auf Facebook eine Seite veröffentlicht die schon auf den ersten Blick als Satire zu erkennen ist. Wenn man den auch richtig guckt….

    https://www.facebook.com/Lkwfreies-Deutschland-207200822968988/?fref=nf

    Wir haben ja schon geahnt das diese Seite einige Kontroversen auslösen wird.
    Aber was da an Beleidigungen und Fäkalsprache auftaucht spiegelt 1 zu 1 das Bild des Fahrers wieder. Selbst die Grundformeln der Rechtschreibung und Grammatik sucht man dort leider vergeblich.
    Wir brauchen uns also über unsere Außendarstellung und die zu recht bemängelte schlechte Bezahlung nicht wundern.

    Frohe Ostern! 🙂

    • 25. März 2016 at 10:52

      Ich muss ehrlich sagen, ich bin zuerst auch drauf reingefallen. Aber…nach längerem Beobachten und den teils sehr provokanten Post’s u Kommentaren war schnell klar, dass die Seite absichtlich provozieren will. Und ich muss sagen: gute Idee! Einfach den „Kollegen“ mal den Spiegel vorhalten! Und das ist Euch gelungen. Top!
      Wie Du schon sagst: es spiegelt den Kraftfahrer im Reallife ganz enorm wieder. Wenn die sich im Umgang auf der Straße, beim Kunden, mit dem Chef, den Kollegen etc. auch so gibt….dann gute Nacht Marie.
      Nur leider werden es genau diese „Intelligenzallergiker“ (sorry für die Wortwahl!) niemals lernen.
      Und wem Lämpchen und Klimbim wichtiger ist, wie vernünftiger Lohn, Respekt, Anerkennung usw. dem ist eh nicht mehr zu helfen. Wobei ich hier nicht alle über einen Kamm scheren will!!!
      Ich brauche kein Klimbim und Lämpchen, um zu überzeugen und Respekt zu bekommen. Ich schaffe das mit meiner Arbeit, meinem Umgang, meinem Benehmen und meinem Können. Und vor allem damit, dass ich nicht alles besser weiß, sondern mir auch gern was sagen lasse. Denn mein Motto ist: „So wie Du in den Wald reinrufst, so schallt es hinaus!“ und „Man lernt nie aus!“

      In diesem Sinne:
      Dir auch frohe Ostern!

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