Testbericht TOMTOM TRUCKER 6000

Nach meinem Test des Becker transit.6 LMU hatte ich die Möglichkeit, das neue TomTom TRUCKER 6000 einem eben solchen Test zu unterziehen.

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TomTom sagt folgendes:

  • Spezifische Routen entsprechend dem Typ, der Größe, dem Gewicht,
    der Ladung und der Geschwindigkeit Ihres Fahrzeugs
  • Erhalten Sie 4 Mal pro Jahr eine aktualisierte Karte
  • Erhalten Sie eine realistische voraussichtliche Ankunftszeit
  • Fahren Sie in ganz Europa mit Verkehrsinformationen in Echtzeit

Details

Es handelt sich bei diesem Gerät um ein Navigationsgerät mit einem 6 Zoll (15 cm) Touchscreen, lebenslange Kartenupdates, 2 Stunden Akkuleistung, 16 GB Interner Speicher, SD-Kartensteckfach für Micro-SD, Größe (Breite x Höhe x Tiefe) 16,99 x 10,48 x 2,22 cm, Gewicht 300 g, Displayauflösung 800 x 480 Pixel. Die Halterung ist eine Click & Go-Magnethalterung: 

Befestigen und entfernen Sie Ihr Gerät ganz einfach dank der einzigartigen Magnethalterung.

Der Preis dieses Gerätes liegt bei TomTom selbst bei 399,95,- Euro. Bei anderen Anbietern (beispielsweise Amazon, bekommt man es günstiger).

Meine Meinung…meine Zusammenfassung:

Das Menü des Gerätes ist mir persönlich zu umständlich. Beispielsweise, wenn man eine neue Tour plant, wird man IMMER wieder in das Menü bezüglich Höhe, Länge, Breite etc. weitergeleitet. Hier sollte es möglich sein, diese Daten in Fahrzeugprofilen (PKW, LKW, BUS, CAMPER) festzulegen und es nur einmal einzugeben. So muss man das nicht immer wieder tun. So wie es jetzt ist, ist es mir persönlich zu umständlich.

Das TomTom Trucker 6000 hat nicht, wie eigentlich fast alle Navi´s, TMC. Hier werden mittels TomTom Traffic die Verkehrsinfos auf das Gerät geschickt. Möglich macht das eine, im Gerät verbaute Sim-Karte. Leider ist dieser Service nur ein Jahr kostenlos; danach muss man bis zu 60 Euronen berappen…pro Jahr…pro Gerät!

Lkw-Optionen können je nach Land variieren und stellen keine Garantie dafür dar, dass die Eigenschaften Ihres Lkw bei allen Routenvorschlägen einberechnet werden. Befolgen Sie stets die Straßenschilder und geltenden Gesetze.

Der Blitzerwarner ist verboten und kann bei einer Kontrolle unter Umständen durch die Polizei zur Beschlagnahmung des Gerätes führen. Und bei einem solch stolzen Preis wäre das nicht wirklich toll.

Während er gesamten Tour sucht das Gerät selbstständig nach der schnelleren Route. Allerdings sollten diese Alternativrouten besser nach Zeitersparnis gegliedert werden. Nur ein paar Minuten machen hier in meinen Augen keinen Sinn. Ob das Gerät bei den Alternativrouten auch Straßen berücksichtigt, in die man nicht unbedingt mit dem LKW fahren sollte, vermag ich nicht zu beurteilen. Mir ist sowas wenigstens nicht untergekommen.

Wenn man eine Route abbrechen will, geschieht dies nur durch umständliches Suchen im Menü, was mir persönlich sehr missfällt.

Natürlich hat das TomTom TRUCKER 6000 ein lebenslanges Update…soweit TomTom diesen anbietet.

Lebenslang Karten: Laden Sie während der Lebensdauer Ihres Produkts pro Jahr 4 oder mehr vollständige Updates jeder installierten Karte herunter. Sie benötigen einen Computer mit Internetanschluss und ein MyTomTom-Konto, um neue Karten und Updates herunterzuladen. Weitere Informationen unter Lifetimemaps

Anzeigen von z.B. Verbotsschildern (Überholverbot, Durchfahrtsverbote) werden nicht angezeigt! 

Diesen Punkt muss ich besonders bemängeln. Zwar berücksichtigt das Gerät bei der Routenplanung für LKW gesperrte Strecken, aber leider kann man diese Sperrungen nicht im Display sehen, was zu Verwirrungen führen kann, wenn man an besagter Strecke ankommt und eventuell Verkehrsschilder nicht gesehen hat beispielsweise.

Quatschen tut das Gerät ja auch mit dem Fahrer…sprich: die Route wird angesagt. Allerdings habe ich hier den Eindruck, dass der/die Sprecher/in (je nach dem welches Rednerprofil man einstellt) sich selbst nicht ganz sicher zu sein scheint, was er/sie da vorspricht. Zwischen den Worten sind unnatürliche Pausen, irgendwie stockend würde ich sagen.

Die Grafik während der Navigation ist optisch „unfertig“…zu simpel. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll. Am Bild sieht man es wohl am besten:

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Was mir hierbei allerdings gefällt: am rechten Rand ist die Route in einem Zeitstrahl ersichtlich: man bekommt möglliche Tankstellen, Baustellen, Blitzer etc angezeigt. Leider nur nicht in wie vielen Kilometern.

Wie man an folgendem Bild sehen kann, habe ich das TomTom TRUCKER 6000 parallel zu meinem BECKER transit 50 getestet.

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In beiden Navis habe ich die gleiche Route eingegeben. Das TomTom hat eine Routendifferenz von 22 Minuten länger angezeigt…bei identischen Kilometern. Woran das nun im Detail gelegen hat, konnte ich nicht herausbekommen.

Straßennamen und entsprechende Anweisungen „biegen sie links in die ….Straße ab“ wurden mir zwar angesagt, aber wie oben schon erwähnt, stockend und unsicher. Und am schlimmsten fand ich die Ansage: „Ausfahrt vor Ihnen“. Na sicher sind auf Autobahnen Ausfahrten, schön wäre es hier, wenn man die Ausfahrt, die man nehmen muss, mit Namen angesagt bekommt.

Wie bei dem Becker transit.6 LMU zeigt das TomTom TRUCKER 6000 sogar die Sperrung der Leverkusener Brücke wurde mir, da auf meiner Route liegend, angezeigt und eine alternative Planung angeboten. Aber die seit Monaten bestehenden 60 km/h Zonen, wie z.B. auf der A4 zwischen Olpe und Köln, zeigte es nicht an. In Köln, die für ab 7,5 Tonnen und 30 Tonnen gesperrten Brücken wurden NICHT berücksichtigt bzw. davor gewarnt. Trotz Einstellungen bezüglich Gewicht größer als 7,5 respektive 30 Tonnen. Was meines Erachtens bei einem LKW Navigationsgerät in dieser Preis-Klasse nicht passieren darf! Dafür investiert man ja extra in ein solches Gerät. Allerdings beispielsweise die auf 60 km/h begrenzte Brücke bei Dillenburg ist sofort gewarnt worden. Hier also Daumen hoch! Vielleicht liegt das aber auch an der TMC und nicht direkt am Navi selbst. Leider konnte ich das nicht in Erfahrung bringen.

Da ich im Werkverkehr feste Adressen habe, von denen ich starte und entsprechend festen Adressen anfahre, schlägt mir mein BECKER transit 50 schon entsprechende Adressen vor. Frei nach dem Motto: „Wenn Du hier bist, fährst Du sicher nach da oder da, weil Du das ja immer so machst!“ Dieses macht das TRUCKER 6000 NICHT! Hier muss man zwingend immer wieder in das umständliche Menü. Dies kostet leider eine Menge Zeit.

Christian schreibt in seinem Testbericht über das TomTom TRUCKER 6000

Auch das man bei TomTom komplett auf TMC verzichtet, halte ich für etwas voreilig. Gerade Speditionen achten darauf, das man unnötige Kosten vermeidet. Da wird dann zwar im ersten Jahr das kostenlose TomTom Traffic genutzt, doch was ist danach? Ich wage es zu bezweifeln, das sich ein Unternehmer dazu hinreißen lässt, die Folgekosten zu tragen. Da wäre es vielleicht angebracht hier entweder wieder TMC zu intergrieren oder wie beim Becker auf WLan zu setzen, so dass man hier das Firmentelefon als Hotspot nutzen kann. Denn die Business Tarife einiger Mobilfunkanbieter haben hier bessere Optionen in Sachen Datenvolumen auf Lager.
Aber speziell für Firmen gibt es spezielle Flottenlösungen, die bei TomTom erfragt werden können.

Dem kann ich mich nur anschließen!

 

Fazit:

Für mich persönlich ist das TomTom TRUCKER 6000 leider keine Option! Es hat für mich zu viele Punkte, mit denen ich nicht zurecht komme und die mir einfach zu umständlich sind. Wie gesagt: dieser Bericht ist meine persönliche Sichtweise. Sicherlich wird es Fahrer geben, die auf das TomTom TRUCKER 6000 setzen, keine Frage. Meins wird es nicht werden!

Schade finde ich, dass bei einem Gerät dieser Preisklasse so gravierende „Fehler“ und Komplikationen im Handling vorzufinden sind. Wenn diese seitens des Herstellers überarbeitet werden, kann sich das TomTom TRUCKER 6000 als ein gutes und sehr brauchbares Navi für jeden LKW-Fahrer herauskristallisieren!

 

11 comments for “Testbericht TOMTOM TRUCKER 6000

  1. Fikret
    18. November 2017 at 20:50

    Zeigen diese navies dir einen anderen weg wenn man im stau steckt ???????

    • 19. November 2017 at 22:13

      Es hat mir auch vorher den Stau angezeigt, so dass ich früh genug entscheiden konnte, ob ich ihn umfahre oder mich hinten anstelle.
      Wenn es nur den Stau anzeigt, wenn man schon drin steht, macht eine Umfahrung keinen Sinn mehr.

      Aber generell zeigen die gängigen Navis Staus an, wenn sie gemeldet sind.

  2. 8. Oktober 2016 at 12:19

    Sehr schöner Bericht über das TomTom Trucker 6000. Dankeschön dafür.

  3. Siggi
    17. Januar 2016 at 13:05

    Hallo Danika,
    wenn ich deine Bericht so lese kommt es mir vor als würden einige Funktionen des GO6000 gar nicht verstanden oder angewendet worden zu sein. Ich habe auch den Bericht von Christian gelesen, auch dort ist vieles falsch dargestellt.
    Du schreibst:
    Beispielsweise, wenn man eine neue Tour plant, wird man IMMER wieder in das Menü bezüglich Höhe, Länge, Breite etc. weitergeleitet. Hier sollte es möglich sein, diese Daten in Fahrzeugprofilen (PKW, LKW, BUS, CAMPER) festzulegen und es nur einmal einzugeben.
    Das ist falsch, bei meinem Gerät bleiben Abmessungen,Gewicht,Höchstgeschwindigkeit und Gefahrenguteinstellung erhalten . Ich muß lediglich mit einem Tip das Profil bestätigen.
    TMC ist veraltet und das ungenaueste was es gibt. Die Spediteure haben die Möglichkeit einen WebFleed Vertrag mit TomTom zu machen dann sind die Live Dienste mit dabei. Ich persönlich möchte auf TT Traffic nicht mehr verzichten das stimmt auf den Meter genau, auch wenn es mich 50 € im Jahr kostet, das ist mir meine Zeit wert.

    Den Biltzerwarner kann jeder der Angst vor einer Abnahme durch die Polizei hat auch selber deaktivieren. Das liegt in jedem seiner eigenen Verantwortung. Ich habe noch von keinen Praxisfall gehört wo das Gerät abgenommen wird.

    Du schreibst: Während er gesamten Tour sucht das Gerät selbstständig nach der schnelleren Route.
    Du kannst im Menü einstellen ob das Gerät „Stehts die schnellere Route nehmen“ oder „Mich fragen, sodass ich wählen kann“ oder „Nicht Fragen“ einstellen.
    Ebenfals kannst du Alternative Routen selber suchen lassen und schauen welche Zeitersparnis oder welcher km Unterschied die Alternativen habe.

    Du schreibst: Wenn man eine Route abbrechen will, geschieht dies nur durch umständliches Suchen im Menü, was mir persönlich sehr missfällt.
    Du gehst auf Menü , aktuelle Route , Route löschen –was ist daran umständlich ??

    Was die Sprache der Computerstimme angeht kann ich deine Ausführung nicht teilen. Bei mir laufen die fliessen ohne geruckel und gestotter. Eine Ausnahme allerdings gibt es. Hafennummern in Antwerpen versucht der Sprecher auf Holländisch zu sagen und das geht mächtig in die Hose.
    Das nur drei COMPUTERSTIMMEN da sind ist meiner Meinung nach ausreichend. Und man bedenke , auch nur Yannik kann Strassennamen vorlesen. Kann man auch im Menü unter Stimmen nachlesen !

    Gut die Grafik könnte nen Ticken besser sein , aber es ist alles da was man brauch.

    Du schreibs:Was mir hierbei allerdings gefällt: am rechten Rand ist die Route in einem Zeitstrahl ersichtlich: man bekommt möglliche Tankstellen, Baustellen, Blitzer etc angezeigt. Leider nur nicht in wie vielen Kilometern.

    Falsch: Dein sogenannter Zeitstrahl nennt sich Routenleiste und unten wird dir angezeigt wieviel km es zum nächste dort angedeuteten Ziel sind. Aber du kannst im Menü unter Einstellungen(das Zahnrad)/Erscheinungsbild/Routenleiste eine breite Routenleiste einstellen und schon zeigt es dir die km zu jedem in der Routenleiste gezeigten Symbol an!

    Das das GO 22 Minuten länger und eventuell auch eine andere Strecke fährt kann auch mit IQ Route zusammen hängen. IQ Route bedeutet daß eine Route basierend auf dem zu erwarteten Verkehrsaufkommen berechnet wird. Dein Becker kann unter Umständen nach ein paar Km schon im Stau stehen weil dort ein regelmässiger Stau um eine gewisse Zeit ist. Das GO umfährt das gleich, daher die Abweichungen !!. Nun was ist besser ?

    Du schreibst: Und am schlimmsten fand ich die Ansage: „Ausfahrt vor Ihnen“. Na sicher sind auf Autobahnen Ausfahrten, schön wäre es hier, wenn man die Ausfahrt, die man nehmen muss, mit Namen angesagt bekommt.
    Ich nehme mal eine Ausfahrt in meiner Nähe: Vor der Ausfahrt kommt ein Autobahnkreuz: Die Ansage: „Nach zwei km bleiben sie rechts“ – „nach 1000m bleiben sie rechts“ und am Kreuz – „bleiben sie rechts“ mit dem dementsprechenden Spurbild angezeigt. Dann kommt gleich nach zwei km die Ausfahrt. Die Ansage: „Nach zwei km nehme sie die Ausfahrt 14 Memmingen Nord“ die nächste Ansage: „Nach 800m nehmen sie die Ausfahrt 14“ an der Ausfahrt die Ansage: „Nehmen sie die Ausfahrt 14.

    Auch die Aussage von Marcus was Kreisverkehr angeht muss ich korrigieren : Das GO sagt zB. : „Nach 200 m fahren sie durch den Kreisverkehr, zweit Ausfahrt Mustermannstrasse“.!!!
    Wie schon geschrieben, das alles erzählt mir die Stimme Yannik in fliessenden, fehlerfreien Deutsch.

    Was nicht erkannte Brückenbeschränkungen und anderes in der Richtung angeht, muß man sagen, das diese Beschränkungen erst mal richtig an TT gemeldet werden müßen, dann wird das überprüft und in die Karte eingearbeitet. Solche Fehler kann man auch selber an TT melden, – http://www.tomtom.com/mapshare/tools/
    Wenn man natürlich seine Karte nicht auf Vorderman hält bekommt man die Änderungen auch nicht. Sicher geht bei TT auch das eine oder andere unter, bei wem ist das nicht so ?

    Du schreibst: Da ich im Werkverkehr feste Adressen habe, von denen ich starte und entsprechend festen Adressen anfahre, schlägt mir mein BECKER transit 50 schon entsprechende Adressen vor. Frei nach dem Motto: „Wenn Du hier bist, fährst Du sicher nach da oder da, weil Du das ja immer so machst!“ Dieses macht das TRUCKER 6000 NICHT! Hier muss man zwingend immer wieder in das umständliche Menü. Dies kostet leider eine Menge Zeit.

    Das macht das GO auch wenn man es auch einstellt !!!!
    Wieder (Zahrad) Einstellungen/Routenplanung/Vorgeschlagene Ziele aktivieren (den weissen Punkt nach rechts schieben)
    Vor allem kannst du ja jedes deiner Ziele als Favorit im Gerät abspeichen, und hast dann schnellen Zugriff zum eine Route dort hin zu planen.
    Wenn du zB. in der Karte mal mit dem Finger auf einem Punkt bleibst öffnet sich ein „schwarze Sprechblase mit einem Kreuz “ dann kommt „Ladevorgang läuft“. jetzt öffnet sich ein Fenster in dem die Bezeichnung des Ortes steht, daneben drei Punkte in einem Kreis und wenn du da drauf gehst, kannst du „Ort hinzufügen“, „In Route verwenden“, „In der Nähe suchen“ oder „Kartenänderung melden“ wählen.
    Das GO kann noch viel mehr wenn man weiß wo und wie !!

    Was ich sowohl von Christian und auch von dir vermisse ist eine ganz besondere Funktion die das arbeiten mit dem GO erst Interessant machen.
    Ihr seit mit keinem Satz auf MyDrive eingegange.!! Mit MyDrive, kann ich mein Gerät verwalten, Poi´s hinzufügen, Routen planen und vom PC oder Tablet direkt an das Go senden.
    https://mydrive.tomtom.com/de_de/

    • 17. Januar 2016 at 18:00

      Hi Siggi.
      Du weißt schon, dass wir NICHT das TomTom Go 6000 getestet haben, sondern das TRUCKER 6000?
      Wir haben während der Testphase immer mit dem Hersteller in Verbindung gestanden und um Erklärungen gebeten, wenn es mal nicht weiter ging. Des Weiteren gab es von TomTom direkt einen Stick für uns dazu, wo alles drauf beschrieben war. Dementsprechend haben wir agiert!
      Das Kartenmaterial wurde im Vorfeld, bevor die Geräte an uns gesandt wurden, vom Hersteller auf das Neuste aktualisiert.

      Bei unseren Testgeräten konnten Profile NICHT fest gespeichert werden. Weder im Menü noch irgendwo anders. Hier bekam ich nach dem Test Rückmeldung vom Hersteller, dass daran gearbeitet würde.

      Die Routeneinstellung bezüglich welcher Route (schnell, schön etc.) konnte nicht festgelegt werden. Weder wurde ich, wie von Dir behauptet, gefragt „stets schnelle Route = mich fragen, nicht fragen“ oder gab es im System einen Menüpunkt diesbezüglich. Das TRUCKER hat immer selbstständig die schnellste Route angelegt und dementsprechend die Route geplant, was sich als sehr zeitintensiv heraus gestellt hat. Beispiel: Von Attendorn über Bergheim nach Schwalmtal. Das TRUCKER 6000 hat, weil es der Meinung war, das Köln Stau sei (was nicht war), mich versucht, am Kreuz Ost auf die A3 zu schicken, an der nächsten Ausfahrt drehen zu lassen, um dann wieder auf die ursprüngliche Route A3/4, A61 zu schicken. Seiner Meinung nach war das die schnellste Route.

      Eine Route abzubrechen ging wie geschrieben, nur über das Menü über mehrere Wege. Bei dem Becker (transit 50 und transit.6) hat am direkt auf dem Bildschirm die Möglichkeit, die Route abzubrechen und muss nicht erst ins ganze Menü.

      Die Stimme/Sprache war bei unseren Geräten stockend, künstlich und unsicher. Da könnte man im Menü rein gar nichts einstellen. Und die Straßennamen wurden nur angesagt, wenn man eine bestimmte Stimme einstellte, was man allerdings nirgends erwähnt fand.

      Bei der Routenleiste hatte ich keinerlei Angaben zu den Entfernungen. Wäre es so gewesen, hätte ich es nicht explizit erwähnt.

      Warum muss ein Navi sofort einen vielleicht auf der Route entstehenden/vorhandenen Stau eigenmächtig umfahren? Es lohnt sich nicht, einen Stau, der kürzer als 10 km ist, zu umfahren. Mit einem LKW schon mal gar nicht. Wenn man die Verkehrsmeldungen aufmerksam hört, kann der Fahrer schnell selbst entscheiden, was er macht. Dass das ein Navi entscheiden soll, finde ich daneben.

      Zum Punkt „Ausfahrt vor Ihnen“
      Diesen Kritikpunkt habe ich extra erwähnt, da es in meinem Gerät keinerlei Möglichkeiten gab, mir die Ausfahrts-Nr. oder dergleichen ansagen zu lassen.
      Auch der Umstand, dass man vor einem Kreisverkehr nicht gesagt bekommt, wo es dann genau lang geht, finde ich nicht ok.

      Komisch finde ich dann schon, dass andere Navigationsgeräte (in meinem Fall BECKER transit 50 und transit.6) die Beschränkungen drin hatte, was das TRUCKER 6000 nicht zeigte.

      Die Testberichte von Christian und mir sind vom Hersteller gelesen und die Kritik sogar angenommen worden. Im weiteren Verlauf sind wir weiterhin mit dem Hersteller in Verbindung um die besagten Kritikpunkte zu überarbeiten.
      Des Weiteren waren uns gewisse Dinge nicht möglich zu testen, da wir dafür extra einen Account erstellen oder sogar, wie Du selbst schreibst, zahlen muss. Nur für einen 4 wöchigen Test war das etwas zu umständlich, was von seiten des Herstellers auch abgesegnet wurde. Daher sind diese Punkte auch nicht erwähnt worden, da nicht getestet.

      Was das Bezahlen für gewisse Funktionen angeht: ich finde es, gerade bei einem Gerät dieser Preisklasse, eine Unverschämtheit, für einige Funktionen bezahlen zu müssen, was bei anderen Herstellern im Preis inbegriffen ist. Und ob Speditionen für ihre LKW das doch teure TRUCKER 6000 kaufen um dann noch jährlich extra für bestimmte Funktionen zu zahlen, ist nicht sehr wahrscheinlich. Vielleicht der ein oder andere, aber mehr auch nicht. Die Kosten für TomTom Traffic belaufen sich auf 60 Euro pro Jahr und pro Gerät. Wenn man das mal auf eine Flotte von 15 Fahrzeugen hochrechnet, ist das eine ganz schöne Stange Geld, welches Spediteure scheuen. Zumal es ja auch Hersteller gibt, wo man keine Folgekosten für die Geräte hat, um sie vollumfänglich zu nutzen. Auch hier habe ich mich mit mehreren befreundeten Unternehmern ausgetauscht, die mir alle das Gleiche erwidert haben.

      Nach vielen Gesprächen mit Kollegen, Freunden, Spediteuren, die selbst das Gerät getestet haben bzw. gekauft haben, bekam ich von jedem zu hören: „Nie wieder Tom Tom!“
      Und auch Rückmeldung auf die Testberichte von Christian und mir gingen zu 90% in die Richtung, dass sie das Tom Tom NICHT kaufen würden! Und fast alle hatten die gleichen Kritikpunkte! Und zwar nicht erst im Nachhinein, sondern schon bei meiner Erwähnung, das Gerät testen zu dürfen.

      • 17. Januar 2016 at 18:16

        Dem muss ich nichts hinzufügen ausser das wohl viele ein Problem damit haben die Gerätebezeichnung richtig zu identifizieren.

        Vielleicht sollte TomTom da mal nachbessern. Wenn ich so die Rezessionen bei Amazon zu diesem Gerät lese, schreiben einige dazu was gerade dieses Gerät können soll, obwohl es die Funktionen gar nicht hat. z.b. TMC soll das Gerät haben. Habe ich leider in der ganzen Zeit nicht gefunden, weil es wohl daran liegt, das man TMC optional als Hardware dazu kaufen muss.

      • Siggi
        17. Januar 2016 at 19:04

        Ja ich spreche vom (GO) 6000 Trucker,es basiert auf dem GO, ich kann dir gerne ein paar Bilder zu dem geschriebenen von mir zukommen lassen, damit du meine Ausführungen nachvollziehen kannst.
        Aber nicht mehr heute oder diese Woche , muß um 22 Uhr auf die Piste.

        Ich selber habe noch das Pro5150. Da ich das (GO)6000 erst als Truckergerät kennen lernte habe ich mir bei meinem Beitrag Hilfe von einem geholt der schon lange mit dem GO6000 (nicht Trucker)arbeitet und dann mit meinem Trucker die Unterschiede verglichen.

        Eventuell waren bei euren Testgeräten zwar die Karten neu , aber die FW ????
        Aber gut ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden, kann es mit MyDrive vernünftig einsetzen.
        Ich hatte mir mal das Becker Revo 2 zum testen ausgeliehen und noch vor Ende des Testzeiraumes wieder zurück gegeben, wir mochten uns nicht !
        Na dann eine schöne Woche noch.

        Gruß Siggi

        • 17. Januar 2016 at 19:13

          Wie gesagt: vor der Zusendung der Testgeräte wurde uns zugesichert, dass sie sich auf dem neusten Stand befänden. Jetzt im Nachhinein kann ich die Firmware-Version natürlich nicht mehr nachschauen, da das Gerät wieder beim Hersteller ist.

          Ich denke, jeder hat so seinen Favoriten was Navis angeht. Ich hab von Anfang an immer mit Becker gearbeitet. Erst das PKW-Navi dann die reinen LKW-Navis. Zwischenzeitlich könnte ich mal das Snooper ausprobieren, was ich auch ziemlich schnell wieder abgegeben hab. War nicht mein Ding.
          Jeder muss für sich entscheiden, welchem Gerät er „vertraut“. Wobei man niemals nur auf diese Dinger hören und Schilder immer im Auge haben sollte. Selbst im Zeitalter von Navi, Google Maps und Co hab ich weiterhin meine „altertümlichen“ Karten in Papierform dabei. Geht nix über das gute alte Papier. 😀

          Ich wünsch Dir ne gute und knitterfreie Fahrt. Und vor allem vorsichtig. Ich weiß nicht, wo Du wohnst und wohin Du mußt, aber hier im Kreis Olpe herrscht Dauerfrost und Schneefall.
          Dir auch ne schöne Woche.
          LG Dani

          • Siggi
            17. Januar 2016 at 21:00

            Mein Bericht war ja auch nicht als Kritik zu verstehen, ich wollte nur klarstellen, daß eben das eine oder andere so nicht ganz stimmt. Wenn man so ein Gerät 3–4 Wochen testet und danach einen Bericht über das Testergebnis verfasst wundert man sich meistens Wochen später darüber was man alles geschrieben hat wo nicht ganz so ist. Ist mir bei meinem Test des Pro5150 auf Pocketnavigation nicht anders ergangen.

            Leider muß ich (bei dem Wetter) Solo vom Allgäu nach Münster, dort in der Nähe einen neuen Schmitz abholen. Wird schon schief gehen ,eigentlich sagt wetteronline.de für meine Strecke keine Niederschläge mehr voraus.

  4. 2. Januar 2016 at 11:25

    Hallo Dannika!

    Den Artikel hast Du wohl mit der heißen Nadel gestrickt, oder?

    Einige (Halb)Sätze, sogar ein ganzer Absatz – der mit Länge, Höhe, Breite-Eingabe oder bezüglich der Leverkusener Brücke, doppelt,

    Was das Thema Sprache angeht, so glaube ich nicht, das die natürlicher Herkunft ist, sprich, original eingesprochen. Ich denke eher – so hört sich das bei meiner TomTom-App zumindest für mich an, wird das rechnerisch zusammengesetzt.

    Der Sprecher wird einzelne Wört aufgesprochen und ansonsten wohl das Alphabet heruntergebetet haben, aber mehr auch nicht.

    Was mich bei meinem TomTom ärgert, ist die Ansage, das man im Kreisverkehr links abbiegen soll (wenn der Kreisel 3 Ausfahrten hat zumindest).

    Warum man es nicht hinbekommt, das in ‚Nehmen Sie im Kreisverkehr die x. Ausfahrt‘ kapier ich nicht

    • 2. Januar 2016 at 11:32

      Danke fürs drauf hinweisen bezüglich des doppelten Absatz.

      Was die Sprache im TomTom angeht, bin ich Deiner Meinung. Für original aufgesprochen hört sich das zu gekünstelt an. Irgendwie unnormal. Dies haben im Bekanntenkreis schon mehrere bemängelt. Hier ist dringend eine Verbesserung von Nöten.

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