Endstation Krankenhaus

Gestern durfte ich für einen Kunden eine „Ferntour“ fahren. 400 Meter Geberit-Rohr mussten nach Frankfurt auf eine Baustelle. Da ich ja nur „Kurchturmspitzentouren“ habe, hab ich mich auf die außerplanmäßige Tour echt gefreut. Den LKW hatten meine Kollegen schon vorgeladen und ich brauchte nur von meinen in den anderen zu hüpfen. Was ich dann aber nicht getan hab. Hüpfen liegt mir nicht so. 😉
Sohnemann hatte schulfrei und war hellauf begeistert, dass er mitfahren durfte.

Um halb zehn sind wir los und gute 2 einviertel Stunde später waren wir am Ziel. Der LKW war mit vier Mann in 20 Minuten von Hand leer und wir haben uns auf den Heimweg gemacht.
Da ich noch mein Päuschen machen musste, sind wir auf dem Maxi Autohof Gießen-Lützellinden gefahren.

Ich bin grad im Begriff wieder auf die Autobahn aufzufahren, auf der Abbiegerspur stand ich schon, merkte ich, dass mich irgendwas in den Oberschenkel stach. Da ich Wespen- und Bienengiftallergikerin bin, bekam ich es mit der Angst zu tun. Ganz schnell hab ich die Richtung gewechselt und bin in ein nahe lirgendes Industriegebiet gefahren. An die Heimreise war nu nicht mehr zu denken.
Ich bin nur noch aus dem LKW gesprungen (ich wußte ja nicht, was für’n Viech mich da gestochen hat) und bat meinen Sohn, zu schauen, ob und wo welches Tier mich da malträtiert hat. Ich bin immer panischer geworden. Er fand neben meinem Sitz eine noch zuckende Biene.
Zwischenzeitlich ging es mir immer schlechter und Sohnemann hat den Rettungswagen gerufen. Die Sanis haben mich sofort nach Wetzlar in die Klinik gebracht, in der sie mich dann behandeln konnten.
Mein Sohn (er ist 15 und hat eine derartige Situation noch nie mitgemacht!!) hat telefonisch alles Weitere erledigt. Meine Firma informiert, damit der LKW wieder zum Standort kam, meinen Mann, meine Schwiegermutter, und hat ganz tapfer die Stellung gehalten.

Im Klinikum selbst war er für die Firma der einzige Ansprechpartner bezüglich LKW und wo er geparkt war. Das war ganz schön stressig, sagte er mir später.

Meine Firma hat 2 Mann losgeschickt, um den LKW abzuholen und gleichzeitig organisiert, dass ich, wenn ich entlassen werden sollte, auch wieder heim komme. Was zu dem Zeitpunkt noch nicht fest stand. Die Ärztin hatte eigentlich 24 Stunden zur Beobachtung eingeplant.
Nach fast 4 Stunden konnte ich dann aber die Klinik verlassen. Mir war zwar immernoch ziemlich komisch und schlapp auffe Beine, aber es wurde nicht schlimmer.

Die Heimfahrt war dann zwar anstrengend, aber ich war nur froh, dass ich endlich daheim war.

Heute morgen war ich dann zum Nachcheck bei meinem Doc und er hat mir zusätzlich noch ein Medikament verschrieben für den Notfall. Heute ist dann mal noch Schonen angesagt.

Von Herzen möchte ich mich in erster Linie bei meinem Sohn bedanken, der einen kühlen Kopf bewahrt und das alles organisiert hat. Ohne ihn wäre ich echt aufgeschmissen gewesen. Ich bin stolz auf Dich Großer!
Dann gilt mein Dank den Sanitätern, die mich versorgt und in die Klinik gebracht haben. Ich weiß, es ist deren Job, und dennoch DANKE!
Danke auch der Klinik für ihre Hilfe und Behandlung.
Und zum Schluß meiner Firma, die sich unkompliziert und schnell um den LKW und um meine Rückfahrt gekümmert haben. Besonders unsere Azubine, die wegen mir eine ganze Menge Stress hatte und deswegen auch noch Überstunden machen musste.
Auch danke für das Verständnis meiner Kollegen, die ja durch meinen heutigen Ausfall ein paar Änderungen im Ablaufplan haben.

Vorhin habe ich einen Termin in der Fachklinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg gemacht. Diese ist spezialisiert auf Allergien. Noch so ein Erlebnis, wie das gestern will ich defintiv nicht nochmal haben!!

2 comments for “Endstation Krankenhaus

  1. 9. Oktober 2013 at 23:25

    Super Leistung von allen! Das ist mit Sicherheit nicht bei jedem Arbeitgeber so, dass das so reibungslos funktioniert 🙂

  2. Jan Kevin Kampschulte
    4. Oktober 2013 at 19:25

    Hab ich doch gerne gemacht 🙂

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