Wenn Verlader eigene Vorstellungen haben

Heute morgen hieß es „Du mußt Rohre laden. 6 Meter irgendwas.“ Das hieß: ich musste meinen Bonsai gegen einen größeren Bonsai mit nem Kollegen tauschen. Gesagt getan.
Ich hab meine Tour gefahren und bin dann zur Ladestelle. Erstmal war ich zu früh da. Naja dann also warten.
Um kurz vor 7 kam dann der Verlader und ich bin zu ihm hin. Ladung war: 710 Meter Rohr, ein Bund, ca. 400 Kilo. Nix Besonderes und sollte zügig auf dem LKW sein. Dachte ich! Aber ich hatte die Rechnung ohne den Verlader gemacht. „Fahr schon mal in die Halle und mach auf.“ „Wie willste laden?“ „Mim Kran von oben.“ Öhm…von oben? Wie stellte er sich das denn vor? Der Bonsai ist ein 7,5 Tonner mit Hebebühne OHNE Edscha! „Wir laden hier immer nur mit dem Kran, wenn’s Rohr ist. Das müßte Deine Firma aber wissen. Mit dem Stapler verladen wir das Rohr nicht.“ „Brauchst Du auch nicht. Das machen wir jetzt ganz easy: ich fahre in die Halle, mache die Bühne runter und Du schiebst das Bund schön vorsichtig rein. Den Hebegurt versetzen wir jedesmal, falls es mit dem Kran nicht ganz klappt!“ „Das funktioniert nie.“ „Klar klappt das. Hab schon schlimmere Ladungen komplizierter verladen bekommen. Da werden wir doch wohl die paar Meterchen Rohr in den Bonsai kriegen!“
So wirklich wollte er da jetzt nicht ran. Immernoch vor sich hin murmelnd ist er dann zu seiner Kranbedienung und hat das Bund angehängt. Skeptisch ist er dann mit dem Rohr im Schlepptau zu meinem LKW gezockelt. Mit einem untergelegten 30 cm langen Rohrabschnitt haben wir dann das Bund in den LKW geschoben. Genau so, wie ich es gesagt hatte. Und es klappte alles reibungslos.
Nach der Verladung hat er mir die Papiere in die Hand gedrückt zum unterschreiben und ich bin weg.

Hin und wieder sollten auch Verlader mal auf uns Fahrer hören! 🙂

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